Bandwacht Südtirol

Warum eine Bandwacht in Südtirol?

Immer öfter müssen wir im 2 m und besonders im 70 cm Band beobachten, wie Bandeindringlinge unsere vom Ministerium zugewiesenen Frequenzen belegen und stellenweise uns und andere Dienste stören. Aus diesem Grunde wurde nun diese Seite der Bandwacht eingerichtet, auf der jeder südtiroler Funkamateur oder SWL Hinweise abgeben kann, sollte er auf einer dieser Störaussendungen stoßen.

Was macht die Bandwacht?

Die Bandwacht beschäftigt sich mit unbefugten Nutzungen unserer Bänder durch fremde Funkdienste. Sie dient gleichzeitig der Gemeinschaft der südtiroler Funkamateure als Meldestelle und nimmt in dieser Funktion Berichte über Bandeindringlinge (engl. “Intruder”) entgegen. Auf dieser Grundlage verdichtet sie die Informationen und leitet bedarfsweise behördliche Schritte ein, die zur Abschaltung der illegalen Aussendungen führen.

Eine unberechtigte Nutzung der Amateurfunkbänder liegt vor, wenn eine fremde Station ohne allgemeine Genehmigung des Ministeriums eines der Funkamateurbänder nutzt, denn laut internationalem Fernmeldevertrag sind diese Bänder dem Amateurfunk exklusiv oder sekundär zugewiesen. 

Was sind Bandeindringlinge?

Bandeindringlinge sind beispielweise Rundfunksender oder deren Oberwellen (Harmonische), digitale Betriebsarten – wie Morsetelegrafie, Funkfernschreiben oder Multiplexaussendungen von Militär, Botschaften oder internationalen Organisationen – Sprechfunkverkehr des eben erwähnten Nutzerkreises und private Funkpiraten in den Betriebsarten SSB (Einseitenbandtechnik), AM (Amplitudenmodulation) und FM (Frequenzmodulation), verschiedenste digitale Betriebsarten, Überhorizontradare, Meereswellenradare, Treibnetzbojen oder illegaler Taxifunk, Datenübertragungen mit hoher Leistung (> 10 mW) im ISM Band, Datenübertragungen mit höherem duty cycle usw..

Die Bandwacht richtet sich nicht gegen Funkamateure, die z.B. Bandpläne nicht einhalten oder andere Funkamateure belästigen oder beleidigen. Sie kann auch nicht bei lokalen Störungen helfen, wie sie beispielsweise durch PCL oder Schaltnetzteile verursacht werden können.

Wie melde ich Störungen?

  • Störungen Kurzwellenband (≤ 30 MHz): 
  • Störungen  VHF, UHF, SHF Bänder (> 30 MHz):
    • Meldeformular des D.R.C. (siehe unten) oder
    • e-mail mit allen nötigen Daten an drc@drc.bz oder
    • Discord-Kanal “Bandwacht”

Wie wird vorgegangen?

Bevor nun die zuständigen Kontrollorgane avvisiert werden, wird der Dolomites Radio Club, zur Verteidigung der den Funkamateuren zugewiesenen Frequenzbänder, die Störaussendung lokalisieren, dessen Betreiber über die aktuelle Gesetzeslage informieren und ihn auffordern, die Störaussendung abzuschalten. Im Normalfall lenkt der Betreiber immer ein. Sollte es trotzdem nicht dazu kommen, wird das selbe Hinweisschreiben dem lokal zuständigen Gebietsinspektorat und der Postpolizei in Bozen zugesandt.

Gesetzesgrundlagen

Der “Kodex der elektronischen Kommunikation” (Codice delle comunicazioni elettroniche) ist im Legislativdekret 259/2003 (EU-Richtlinie 2009/140/EG) enthalten. Siehe dazu die Internetseite des Ministeriums. Den aktuell gültigen Gesetzestext findet man auch auch www.normattiva.it

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Artikel bezüglich Verletzung der Funkamateurbänder findet man in folgendem Dokument:

Sorveglianza banda radioamatori – violazioni

Meldeformular

    FELDER MIT * MÜSSEN AUSGEFÜLLT WERDEN


    ANGABEN ZUR STÖRUNG