VHF Dipolantenne mit 125 Ohm Anpassungsglied

*****Am Freitag, den 28. September findet in den Clublokalen Bruneck und Meran der monatliche Vereinsabend mit diesen Besprechungspunkten statt. Beginn ist um 20.00 Uhr****
Im Club haben wir 4 gebrauchte Dipolantennen des Herstellers Sigma aus Irland, Modell SDH-160 erhalten, siehe Datenblatt. Diese Antennen eignen sich durch ihre Breitbandigkeit von 140 – 176 MHz bestens für unser 2 m Funkamateurband, sie sind sehr stabil und von sehr guter Qualität. Die Dipole und der Träger sind aus starkem Aluminium.
  
Für unsere Anwendung am Standort Plose und Rittnerhorn verwenden wir nur 2 Dipole, in vertikal gestockter Anordnung. Im unteren Foto wurde der obere Dipol vom “Winde verweht”  🙂 . Nach dem Zurechtrücken (eine über der anderen) war das Strahlungsdiagramm dann wieder ok.
Da diese Antenne nun doch etwas “anders” ist, hier ein klärendes Bild …
… und die Beschreibung dazu:
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Der Dipol hat 200 Ohm Impedanz, diese werden durch einen 125 Ohm Koaxialkabel mit 1/4 Lambda Länge auf 50 Ohm transformiert. Direkt an den Dipolenden, dessen eines Ende mit dem Boom kurzgeschlossen ist und das andere frei, ist der 125 Ohm Kabel angeschlossen. Die Schirmung des 125 Ohm Koaxialkabel am kurzgeschlossenen Dipolende, der Innenleiter des 125 Ohm Koaxialkabeln am freien Ende des Dipols. Man erkennt gut den besonders dünnen Innenleiter des Koaxialkabels mit 125 Ohm Impedanz.
  
Am Ende des 125 Ohm Koaxialkabel wird mit einem 75 Ohm Koaxialkabel 1/4 Lambda Länge die Impedanz von 50 Ohm auf 100 Ohm transformiert. Durch die Zusammenschaltung des Endes der beiden 75 Ohm Koaxialkabel haben wir wieder 50 Ohm.
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Der kurze Koaxialkabel ab der dreier Verbindung (siehe erstes Bild) ist ein 50 Ohm Koaxialkabel an dessen Ende eine N-Buchse angebracht ist.
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Die jeweiligen Verbindungen wurden mit Hilfe von vorher mit Schmirgelpapier bearbeitetem Kupferblech für die mechanische Verstärkung der Verbindung realisiert.
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Bei der Verbindung mit 125 Ohm – 75 Ohm Koaxialkabel wurde mit Kupferblech eine offene Hülse gebogen, in der die beiden Schirmungen angelötet wurden. Die Innenseite der Hülse wurde vorher verzinnt, damit das Schirmgeflecht des Koaxialkabels gut angelötet werden konnte. Die beiden Mittelleiter sind jeweils auf ca. 5 mm frei und wurden ebenfalls verlötet. Mit einem speziellen schwarzen Heißkleber von Bosch wurde der offene Bereiche gefüllt, auch die gesamte Verbindung wurde damit dünn überzogen. Danach wurde noch ein Schrumpfschlauch mit Innenkleber darübergezogen. Absolut wasserdicht!
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Die Dreierverbindung wurde auch nach dieser Art realisiert. In diesem Falle ist das Kupferblech in dem Bereich etwas breiter, wo 2 Koaxkabel parallel sind (50 Ohm und 75 Ohm). Auch wurde hier statt Schrumpfschlauch selbstvulkanisierendes Band verwendet, um die Stelle absolut wasserdicht zu gestalten.
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Die gemessene Anpassung beträgt > 20 db, das entspricht einem Stehwellenverhältnis von 1: 1,22.
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Hinweis zum 125 Ohm Koaxialkabel: dieser ist als Rolle mit 1.000 m zu haben. Zum Glück war dieser bei der Antenne noch dabei und wurde bei der Demontage nicht verschnitten! Ein solcher lässt sich jedoch mit etwas Fingerfertigkeit selbst herstellen, siehe dazu den Artikel von VE2AZX und VE2BPD.
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P.,S.: Bei den Längen der Anpassungsleitungen 1/4 Lambda muss natürlich der Verkürzungsfaktor des jeweiligen Koaxialkabels in der Berechnung mit einbezogen werden.
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73! Thomas, IW3AMQ